Hamlet20.02.2019
Die Räuber27.03.2019
Leonce und Lena08.05.2019
Boris Godunow29.05.2019

 
 
 
Beschreibungen

Meister und Margerita 10.10.2018
Nach dem Roman von Michail Bulgakow, dramatisiert von Zara Antonyan
Der Meister und Margarita gilt neben Doktor Schiwago als der größte russische Roman des zwanzigsten Jahrhunderts. Michail Bulgakow schrieb zwölf Jahre lang an diesem russischen Faust-Roman, von 1928 bis zu seinem Tod im Frühjahr 1940. Virtuos verknüpft Bulgakow drei verschiedene Handlungen und springt dabei behände jeweils über zweitausend Jahre hinweg.Im Moskau der dreißiger Jahre treibt der Teufel höchst selbst sein Unwesen, in Gestalt des Gelehrten Woland (ein Teufelsname, den Goethe im Faust gebraucht) und seiner wüsten Viererbande. Parallel zu dieser Groteske entfaltet sich die tragische Liebesgeschichte zwischen dem stets nur ‚Meister’ genannten Schriftsteller und seiner Geliebten Margarita. Aus Moskau schwenkt Bulgakow immer wieder in das Jerusalem des 1. Jahr-hunderts hinüber und lässt den ‚Meister’ von Pontius Pilatus und dessen folgenschwerer Begegnung mit dem seltsamen Philosophen und Wanderprediger Jeschua erzählen.

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Nacht / Tochter / Bolero 31.10.2018
Ballettabend von Robert North / Musik von André Parfenov, Leoš Janá?ek und Maurice Ravel
In diesem Abend möchte Ballettdirektor Robert North sein Publikum wieder mit einer Novität überraschen, komplettiert mit zwei Choreografien aus seinem großen Repertoire.Ausgehend vom Thema der Goldberg-Variationen von J. S. Bach komponierte André Parfenov einen eigenen Zyklus von Klaviervariationen, zu dem Ballettdirektor Robert North seine neue Choreografie „Nachtvariationen“ über Traumerlebnisse eines jungen Mannes kreiert und als Uraufführung präsentiert.In allen Vorstellungen wird André Parfenov seine Musik live am Flügel darbieten.Mit der Choreografie „Für meine Tochter“ widmet sich Robert North dem Komponisten Léoš Janá?ek, der einen furchtbaren Schicksalsschlag verkraften musste: den Tod seiner 21-jährigen Tochter Olga. Was bleibt, sind Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend, an glückliche Tage, an Tage der Krankheit, an ihre erste Liebe. Auf berührende Weise lässt der Choreograf diese Erinnerungen im Tanz aufleben, inspiriert durch die Musik Janá?eks, der in tiefer Heimat- und Naturverbundenheit seine Melodien auch dem Gesang der Vögel ablauschte. Robert North macht sich diese Assoziationen zu eigen und entwickelt eine poetische, choreografische Idee: Zwei Schwalben begleiten das lebensfrohe Mädchen, bis am Fenster eine Eule – Vorbote des nahenden Todes – erscheint und die dramatische Wendung erahnen lässt. „Für meine Tochter“ entstand als Auftragsarbeit für das Dänische Fernsehen, wurde 1983 mit dem Golden Prague Award ausgezeichnet und in den USA für den Emmy nominiert.Zu dieser Choreografie spielt André Parfenov Musik aus Janá?eks Klavierzyklus Auf verwachsenem Pfade in allen Vorstellungen live.///////// Abschließend darf sich das Publikum erneut auf Robert Norths „Boléro“ freuen. Nachdem seine tänzerische Interpretation dieser weltberühmten Komposition von Maurice Ravel bereits vor einigen Jahren zu Begeisterungsstürmen führte, kommt sie nun wieder auf den Spielplan. Dabei stellt der „Boléro“, der 1928 mit der Tänzerin Ida Rubinstein uraufgeführt wurde, stets aufs Neue eine Herausforderung an die Choreografie dar. Robert North ließ in seine tänzerische Adaption vielfältige persönliche Assoziationen aus der spanischen Kultur einfließen: „Der Boléro mit seinem einförmigen Rhythmus war ein populärer Tanz, den auch die einfachen Menschen kannten. Ich stelle mir einen großen Platz vor, vielleicht vor einer Kirche – einen Platz zum Beten, Arbeiten und Feiern, einen Platz, der jedem zugänglich ist, wo sich die Menschen zu einem Ritual zusammenfinden.“

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Otello darf nicht platzen (Lend me a Tenor) 19.12.2018
Musical von Peter Sham und Brad Carroll – nach der Komödie von Ken Ludwig
Der weltberühmte Opernstar Tito Merelli hat ein Gastspiel als Titelheld in Giuseppe Verdis Otello an der Cleveland Grand Opera zugesagt. Max, Regieassistent des Theaters und leidenschaftlicher Amateursänger, wartet seit Stunden in der Hotelsuite auf den verspäteten Tenor. Der Operndirektor befürchtet das Schlimmste. Endlich erscheint Merelli – mit seiner Frau Maria im Schlepptau.Weil er zu viel gegessen und getrunken hat, fühlt er sich allerdings unwohl und verweigert die Generalprobe. Max’ Freundin Maggie bringt die zur Eifersucht neigende Tenorgattin so in Rage, dass diese ihren Mann verlässt. Als der Opernstar den Abschiedsbrief seiner Frau entdeckt, will er sich mit Beruhigungsmitteln das Leben nehmen. Er versinkt in einen Tiefschlaf, der ihn wie tot wirken lässt.Der Operndirektor rast, die Vorstellung droht zu platzen und Max wittert seine große Chance: Schon lange träumt er von einer Karriere als Sänger und bietet sich als Otello an. Zunächst scheint alles nach Plan zu verlaufen, bis der scheintote Tenor plötzlich unverhofft aus seinem Tiefschlaf erwacht …Ken Ludwigs Boulevard-Komödie Otello darf nicht platzen wurde 1986 am Broadway uraufgeführt und zählt bis heute zu den beliebtesten Dauerbrennern des Genres. 2006 wurde die Farce über den täglichen Wahnsinn an einem Opernhaus in den USA erstmals auch als Musical aufgeführt. Die Inszenierung von Ansgar Weigner, der am Gemeinschaftstheater zuletzt Paul Linckes Operettenklassiker Frau Luna zu einem Publikumsmagneten gemacht hat, verspricht erneut kurzweilige Unterhaltung mit temporeichen Dialogen und schwungvoller Musik.In Kooperation mit dem Stadttheater Bremerhaven.Erstaufführung am Theater Krefeld und Mönchengladbach.

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Monty Python’s Spamalot 23.01.2019
Ein Musical, entstanden durch liebevolles Fleddern des Monty Python Films „Die Ritter der Kokosnuss“. Buch und Liedtexte von Eric Idle. Musik von John Du Prez und Eric Idle. Nach dem Originaldrehbuch von Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin. Deutsch von Daniel Große Boymann.
Im mittelalterlichen England tritt König Artus, der laut Regieanweisung „Probleme beim Zählen bis drei hat”, an, das von Pest und Cholera, Franzosen und Engländern regierte Land zu einen. Für seine Mission wirbt er die tapfersten Ritter an, die sich rund um seine Hofburg Camelot finden lassen. Doch bevor sie Kokosnüsse aneinanderschlagend England durchreiten können, sendet Gott persönlich König Artus und seine Ritter aus, um den heiligen Gral zu finden. Nun heißt es Always look on the bright side of life, denn bei ihrer Suche, die stets von der bezaubernden Fee aus dem See begleitet wird, lauern an jeder Ecke schier unlösbare Herausforderungen.Durch liebevolles Fleddern des Monty Python Films Die Ritter der Kokosnuss entstand 2004 das mitreißende und mehrfach ausgezeichnete Musical Monty Python’s SPAMALOT, in dem das gesamte Genre Musical homorvoll durch den Kakao gezogen wird. British humour at its best!

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Hamlet 20.02.2019
Oper von Ambroise Thomas – französisch mit deutschen Übertiteln
Seit der Premiere im November 2017 am Theater Krefeld überschlägt sich die positive Resonanz bei Publikum und Presse und hat Ambroise Thomas‘ Opernrarität in der einfühlsamen Regie von Helen Malkowsky zum wahren Publikumshit befördert. „Hamlet feiert eine glanzvolle Premiere und sorgt beim Publikum für stehende Ovationen. (…) An diesem Abend bekam man ganz große Oper zu sehen, die hinsichtlich Musik, Ensemble, Regie und Ausstattung keine Wünsche offenlieߓ (Westdeutsche Zeitung) „Bravo-Rufe, Standing Ovations für den Sänger der Titel-Partie und Szenenapplaus für die Niederrheinischen Sinfoniker: Das Premierenpublikum toste.“ (Rheinische Post) „Der Premierenbeifall war bereits vor der Pause ungewöhnlich stark, nach dem Fallen des Schlussvorhanges steigerte er sich fast zur Extase“ (Der Opernfreund) „Getragen wird der Abend von hoher Binnenspannung, die auch im Graben niemals abfällt. Mihkel Kütson ringt der Partitur ein Maximum an Farben und Emphase ab; die Niederrheinischen Sinfoniker zeigen sich in Bestform, einige Bläsersoli sind formidabel. (…) Die Sängerleistungen verblüffen umso mehr, als sämtliche Partien aus dem Ensemble besetzt sind“ (Opernwelt) „Wollte man den dreistündigen Ohren- und Augenschmaus in einem Begriff zusammenfassen, käme nur eine Vokabel in Betracht: grandios.“ (Extra-Tipp) „Insgesamt ist dies ein ebenso spannender wie lohnender Opernabend“ (revierpassagen) „Wahnsinns-Koloraturen und plausible Personenführung“ (orpheus) Der Geist seines verstorbenen Vaters erscheint Prinz Hamlet und fordert Rache an seinem Bruder Claudius, der ihn grausam ermordete. Claudius hatte den dänischen König aus dem Weg geräumt, um dessen Witwe zu heiraten und selbst den Thron zu besteigen. Hamlet täuscht vor, wahnsinnig geworden zu sein, um seinen Onkel leichter der schändlichen Tat überführen zu können. Als er erfährt, dass der Vater seiner Geliebten Ophelia mit dem Mörder im Bunde steht, sagt sich Hamlet von ihr los. Ophelia verzweifelt am vermeintlichen Wahnsinn Hamlets und an seiner Zurückweisung und tötet sich schließlich selbst. Nachdem Hamlet alles, was er liebte, verloren hat, ist er zum Äußersten bereit. Der Geist des Vaters erscheint ihm erneut und verlangt den finalen Vollzug der Rache. Die französische Opernrarität Hamlet von Ambroise Thomas wurde am 9. März 1868 an der Grand Opéra in Paris uraufgeführt. Die Librettisten Michael Florentin Carré und Jules Barbier bezogen sich mit ihrem fünfaktigen Libretto nicht auf William Shakespeares Drama, sondern auf die im 19. Jahrhundert in Frankreich populäre Adaption von Alexandre Dumas (Vater): Ganz dem damaligen Zeitgeist entsprechend, mit seiner literarisch-musikalischen ‚Lust‘ an tragischen Frauenfiguren, wird Ophelia darin – anders als in Shakespeares Original – ins Handlungszentrum gerückt. Die raffiniert instrumentierte Theatermusik von Ambroise Thomas brilliert mit einer wohldosierten Melange aus pompösem und kantablem Ton, von Sentimentalität und Eleganz. Zu Berühmtheit gelangte besonders die Wahnsinnsarie, die den seelischen Zustand Ophelias grandios in Töne umsetzt. Erstaufführung am Theater Krefeld und Mönchengladbach.

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Die Räuber 27.03.2019
Schauspiel von Friedrich Schiller {1759 – 1805}
Ein Vater und zwei Söhne, beide radikal. Während Karl mit einer Bande raubend und mordend durch die deutschen Lande zieht, intrigiert Franz solange gegen den Vater, bis dieser ihn, bevor er entkräftet zusammenbricht, verstößt. Franz erklärt den alten Moor kurzerhand für tot und setzt sein Intrigenspiel skrupellos fort. Jetzt ist Amalia, die Geliebte des Bruders, sein Ziel. Als Karl wieder auftaucht, nimmt die tödliche Tragödie, die vor ihm nicht Halt macht, ihren Lauf. Friedrich Schillers wortgewaltiges Jugendwerk von 1781 über zwei radikale Vertreter der bürgerlichen Aufklärung in einer komprimierten, zeitgemäßen Textfassung.

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Leonce und Lena 08.05.2019
Lustspiel von Georg Büchner
Prinz Leonce vom Königreich Popo fehlt jeder Lebenssinn. Er langweilt sich demonstrativ. Als ihm sein Vater, der verwirrte König Peter, mitteilt, dass er eine ihm unbekannte Prinzessin heiraten soll, flieht Leonce gemeinsam mit seinem Diener Valerio nach Italien. Auf ihrem Weg ins süße Nichtstun begegnen sie der sich nicht zu erkennen gebenden, traurig schönen Prinzess-in und ihrer Gouvernante. Lena ist ebenfalls auf der Flucht vor der Heirat mit einem ungeliebten Mann. Nicht ahnend, dass sie den versprochenen Partner vor sich haben, verlieben sich die beiden ineinander, und feiern am Hofe Popo eine groteske Hochzeit.Büchners einziges Lustspiel, das er mit 22 Jahren schrieb, ist eine beißende Kritik an der Welt der Elterngeneration und der Hohlheit ihrer Ideale. Mit wortspielreicher Ironie, philosophischer Poesie und virtuos artikulierter Absurdität schrieb er ein federleichtes Stück voll tiefer Verzweiflung.

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Boris Godunow 29.05.2019
Oper in vier Akten und einem Prolog – Musik von Modest Mussorgskij – Libretto von Modest Mussorgskij nach Aleksander S. Puschkin und Nikolaj M. Karamsin – in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Die Handlung der Oper basiert auf den historischen Tatsachen um die Thronnachfolge Ivans „des Schrecklichen“ Ende des 16. Jahrhunderts. Mussorgskij, der das Libretto (nach Puschkin) selbst verfasste, verschiebt die Perspektive des Dramas ganz auf die Beziehung zwischen der individuell gestalteten Masse und dem an seiner Schuld zugrunde gehenden Herrscher.Ihre einzigartige Wirkung erzielt die Oper, indem sich die Schilderung dieses individuellen Schicksals vor dem Panorama einiger der eindrucksvollsten Chorszenen vollzieht, die die Operngeschichte kennt. Indem der Komponist russische Volkslieder, Kirchengesänge und Kinderlieder mit der Kunstform Oper verbindet, entsteht mit „Boris Godunow“ etwas fundamental Neues.

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Himmel über Paris 19.06.2019
Eine musikalische Odysee von Lothar Kittstein – Uraufführung –
Eine Nacht in Paris. Ein deutscher Ingenieur bereitet sich im Hotel auf das wichtigste Meeting seiner Karriere vor – und wird bestohlen. Die nächtliche Verfolgung der Diebin führt ihn in unwirtliche Gegenden, fernab vom leuchtenden Zentrum der Stadt. Um sich vom Trauma ihrer Scheidung zu erholen, kommt eine deutsche Lehrerin nach Paris, steigt auf der Suche nach ihrem Hotel in den falschen Bus und strandet mitten in der Nacht in einem der trostlosen Außenviertel.Zwei Fremde auf einer abenteuerlichen, tragikomischen Odyssee durch eine Nacht voller Gefahren – und voller Musik. Die live gesungenen klassischen Chansons von Édith Piaf und Jacques Brel begleiten auf ihrem Weg durch die Stadt der Liebe, der für beide auch ein Weg zu sich selbst wird.Himmel über Paris ist nach Kein schöner Land Lothar Kittsteins zweite Arbeit für das Theater Krefeld und Mönchengladbach.

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Orpheus in der Unterwelt 03.07.2019
Operette in zwei Akten – Musik von Jacques Offenbach – Libretto von Ludovic Halévy und Hector Crémieux
Orpheus und Eurydike sind einander überdrüssig und wollen sich trennen. Eurydike hat ein Verhältnis mit Pluto und Orpheus umschwärmt seine Schülerin Marquilla. Aber die Öffentliche Meinung verhindert die Trennung. Als Eurydike von der Schlange gebissen stirbt, entführt Pluto sie in die Unterwelt. Orpheus, sehr zufrieden mit dieser Fügung, wird jedoch von der Öffentlichen Meinung genötigt, seine Gattin von Göttervater Jupiter zurückzufordern. In seiner ersten abendfüllenden Operette – uraufgeführt 1858 in Paris – ist Jacques Offenbach nichts heilig: Die hehrerhabenen Götterfiguren der Antike werden von ihrem Sockel gestoßen und in ihren allzu menschlichen Schwächen gezeigt. Musikalisch parodiert der „Mozart der Champs-Élysées“, wie Offenbach in Paris genannt wurde, ohne jeden Respekt und mit viel Können das hohle Opernpathos seiner Zeit.

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