Nabucco18.10.2018
Die Räuber07.03.2019
Boris Godunow18.04.2019
Farben der Welt09.05.2019
Leonce und Lena11.07.2019

 
 
 
Beschreibungen

Nabucco 18.10.2018
Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi – italienisch mit deutschen Übertiteln
Vor 176 Jahren wurde Giuseppe Verdis Freiheitsoper Nabucco uraufgeführt. Der berühmte Chor Va pensiero… (Flieg, Gedanke…) wurde rasch zur inoffiziellen Hymne Italiens und bewegt die Menschen wie eh und je. Neben diesem musikalischen Höhepunkt enthält Verdis Frühwerk eine Fülle weiterer mitreißender Arien, Duette und Ensembles sowie eine packende Handlung: Der babylonische König Nabucco ist von Macht besessen. Doch als er sich – nach seinem räuberischen Sieg über die Israeliten größenwahnsinnig geworden – selbst zum Gott krönen will, wird er vom Blitz getroffen und verfällt dem Wahnsinn. Seine ältere Tochter Abigaille wittert ihre Chance und besteigt unrechtmäßig den Thron, denn sie ist nur das Kind einer Sklavin. Ihrer jüngeren Schwester Fenena, die aus Liebe zu Ismaele zum Judentum konvertiert ist, steht die Herrschaft zu. Damit wird sie gleichsam doppelt zu Abigailles Erzfeindin, die einst auch um Ismaeles Zuneigung buhlte – jedoch vergeblich. Abigaille will Fenena und mit ihr das ganze hebräische Volk nun endgültig vernichten. Von Abigaille in den Kerker geworfen, gelangt der verwirrte Nabucco schließlich wieder zu Verstand und erkennt seinen Frevel. Als er von der drohenden Hinrichtung Fenenas erfährt, wendet er sich verzweifelt flehend an den israelischen Gott Jehova, um die geliebte Tochter vor dem Tod noch bewahren zu können. Sein Bitten wird erhört und Nabucco kann sich aus seiner Gefangenschaft befreien. In letzter Sekunde gelingt es ihm, das Schicksal seiner Tochter und das des israelischen Volkes zum Guten zu wenden. Nabucco ist ein hochdramatisches Wechselbad der Gefühle, in dem es letztlich um den Sieg von Liebe und Freiheit über Machtgier, Intrigen und Zerstörung geht. Giuseppe Verdis Musik akzentuiert in genialer Weise die dramatische, politische Handlung und übersetzt die emotionalen Höhen und Tiefen in unvergleichliche Klangmalereien. Leitmotivisch zieht sich das Lied der Freiheit des Gefangenenchors durch die Komposition: „Flieg, Gedanke, auf goldenen Flügeln, flieg, Gedanke, Du darfst nicht verweilen!“ wurde vom italienischen Volk des 19. Jahrhunderts zur Hymne des Freiheitskampfes gekürt und zeugt auch im 21. Jahrhundert noch immer von hoher Aktualität.

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Meister und Margerita 08.11.2018
Nach dem Roman von Michail Bulgakow, dramatisiert von Zara Antonyan
Der Meister und Margarita gilt neben Doktor Schiwago als der größte russische Roman des zwanzigsten Jahrhunderts. Michail Bulgakow schrieb zwölf Jahre lang an diesem russischen Faust-Roman, von 1928 bis zu seinem Tod im Frühjahr 1940. Virtuos verknüpft Bulgakow drei verschiedene Handlungen und springt dabei behände jeweils über zweitausend Jahre hinweg.Im Moskau der dreißiger Jahre treibt der Teufel höchst selbst sein Unwesen, in Gestalt des Gelehrten Woland (ein Teufelsname, den Goethe im Faust gebraucht) und seiner wüsten Viererbande. Parallel zu dieser Groteske entfaltet sich die tragische Liebesgeschichte zwischen dem stets nur ‚Meister’ genannten Schriftsteller und seiner Geliebten Margarita. Aus Moskau schwenkt Bulgakow immer wieder in das Jerusalem des 1. Jahr-hunderts hinüber und lässt den ‚Meister’ von Pontius Pilatus und dessen folgenschwerer Begegnung mit dem seltsamen Philosophen und Wanderprediger Jeschua erzählen.

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Monty Python’s Spamalot 27.12.2018
Ein Musical, entstanden durch liebevolles Fleddern des Monty Python Films „Die Ritter der Kokosnuss“. Buch und Liedtexte von Eric Idle. Musik von John Du Prez und Eric Idle. Nach dem Originaldrehbuch von Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin. Deutsch von Daniel Große Boymann.
Im mittelalterlichen England tritt König Artus, der laut Regieanweisung „Probleme beim Zählen bis drei hat”, an, das von Pest und Cholera, Franzosen und Engländern regierte Land zu einen. Für seine Mission wirbt er die tapfersten Ritter an, die sich rund um seine Hofburg Camelot finden lassen. Doch bevor sie Kokosnüsse aneinanderschlagend England durchreiten können, sendet Gott persönlich König Artus und seine Ritter aus, um den heiligen Gral zu finden. Nun heißt es Always look on the bright side of life, denn bei ihrer Suche, die stets von der bezaubernden Fee aus dem See begleitet wird, lauern an jeder Ecke schier unlösbare Herausforderungen.Durch liebevolles Fleddern des Monty Python Films Die Ritter der Kokosnuss entstand 2004 das mitreißende und mehrfach ausgezeichnete Musical Monty Python’s SPAMALOT, in dem das gesamte Genre Musical homorvoll durch den Kakao gezogen wird. British humour at its best!

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Nacht / Tochter / Bolero 07.02.2019
Ballettabend von Robert North / Musik von André Parfenov, Leoš Janá?ek und Maurice Ravel
In diesem Abend möchte Ballettdirektor Robert North sein Publikum wieder mit einer Novität überraschen, komplettiert mit zwei Choreografien aus seinem großen Repertoire.Ausgehend vom Thema der Goldberg-Variationen von J. S. Bach komponierte André Parfenov einen eigenen Zyklus von Klaviervariationen, zu dem Ballettdirektor Robert North seine neue Choreografie „Nachtvariationen“ über Traumerlebnisse eines jungen Mannes kreiert und als Uraufführung präsentiert.In allen Vorstellungen wird André Parfenov seine Musik live am Flügel darbieten.Mit der Choreografie „Für meine Tochter“ widmet sich Robert North dem Komponisten Léoš Janá?ek, der einen furchtbaren Schicksalsschlag verkraften musste: den Tod seiner 21-jährigen Tochter Olga. Was bleibt, sind Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend, an glückliche Tage, an Tage der Krankheit, an ihre erste Liebe. Auf berührende Weise lässt der Choreograf diese Erinnerungen im Tanz aufleben, inspiriert durch die Musik Janá?eks, der in tiefer Heimat- und Naturverbundenheit seine Melodien auch dem Gesang der Vögel ablauschte. Robert North macht sich diese Assoziationen zu eigen und entwickelt eine poetische, choreografische Idee: Zwei Schwalben begleiten das lebensfrohe Mädchen, bis am Fenster eine Eule – Vorbote des nahenden Todes – erscheint und die dramatische Wendung erahnen lässt. „Für meine Tochter“ entstand als Auftragsarbeit für das Dänische Fernsehen, wurde 1983 mit dem Golden Prague Award ausgezeichnet und in den USA für den Emmy nominiert.Zu dieser Choreografie spielt André Parfenov Musik aus Janá?eks Klavierzyklus Auf verwachsenem Pfade in allen Vorstellungen live.///////// Abschließend darf sich das Publikum erneut auf Robert Norths „Boléro“ freuen. Nachdem seine tänzerische Interpretation dieser weltberühmten Komposition von Maurice Ravel bereits vor einigen Jahren zu Begeisterungsstürmen führte, kommt sie nun wieder auf den Spielplan. Dabei stellt der „Boléro“, der 1928 mit der Tänzerin Ida Rubinstein uraufgeführt wurde, stets aufs Neue eine Herausforderung an die Choreografie dar. Robert North ließ in seine tänzerische Adaption vielfältige persönliche Assoziationen aus der spanischen Kultur einfließen: „Der Boléro mit seinem einförmigen Rhythmus war ein populärer Tanz, den auch die einfachen Menschen kannten. Ich stelle mir einen großen Platz vor, vielleicht vor einer Kirche – einen Platz zum Beten, Arbeiten und Feiern, einen Platz, der jedem zugänglich ist, wo sich die Menschen zu einem Ritual zusammenfinden.“

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Die Räuber 07.03.2019
Schauspiel von Friedrich Schiller {1759 – 1805}
Ein Vater und zwei Söhne, beide radikal. Während Karl mit einer Bande raubend und mordend durch die deutschen Lande zieht, intrigiert Franz solange gegen den Vater, bis dieser ihn, bevor er entkräftet zusammenbricht, verstößt. Franz erklärt den alten Moor kurzerhand für tot und setzt sein Intrigenspiel skrupellos fort. Jetzt ist Amalia, die Geliebte des Bruders, sein Ziel. Als Karl wieder auftaucht, nimmt die tödliche Tragödie, die vor ihm nicht Halt macht, ihren Lauf. Friedrich Schillers wortgewaltiges Jugendwerk von 1781 über zwei radikale Vertreter der bürgerlichen Aufklärung in einer komprimierten, zeitgemäßen Textfassung.

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Boris Godunow 18.04.2019
Oper in vier Akten und einem Prolog – Musik von Modest Mussorgskij – Libretto von Modest Mussorgskij nach Aleksander S. Puschkin und Nikolaj M. Karamsin – in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Die Handlung der Oper basiert auf den historischen Tatsachen um die Thronnachfolge Ivans „des Schrecklichen“ Ende des 16. Jahrhunderts. Mussorgskij, der das Libretto (nach Puschkin) selbst verfasste, verschiebt die Perspektive des Dramas ganz auf die Beziehung zwischen der individuell gestalteten Masse und dem an seiner Schuld zugrunde gehenden Herrscher.Ihre einzigartige Wirkung erzielt die Oper, indem sich die Schilderung dieses individuellen Schicksals vor dem Panorama einiger der eindrucksvollsten Chorszenen vollzieht, die die Operngeschichte kennt. Indem der Komponist russische Volkslieder, Kirchengesänge und Kinderlieder mit der Kunstform Oper verbindet, entsteht mit „Boris Godunow“ etwas fundamental Neues.

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Farben der Welt 09.05.2019
Ballettabend von Robert North Musik von Howard Blake, Gian Carlo Menotti und Igor Strawinsky
Aus Gemälden der Renaissance und der klassischen Moderne schöpft Robert North die Ideen für diesen opulenten Ballettabend, dem die Niederrheinischen Sinfoniker musikalischen Glanz verleihen.Mit einer Folge von Scherenschnitten, darunter viele Zirkusmotive, machte Henri Matisse in den 1940er Jahren Furore. Er war kein Unbekannter in den Kreisen der europäischen Avantgarde, als dieser Zyklus unter dem Titel Jazz erschien – eine Anspielung auf das Prinzip der Improvisation. Robert North nähert sich Matisse mit dem Auge und der Fantasie des Choreografen und gewinnt aus der Farbigkeit, Ornamentik und Klarheit der Bilder in Verbindung mit Musik von Strawinsky spannende Impulse für den Tanz.Ein beliebtes Bildthema in der Florentiner Malerei des 15. Jahrhunderts, welches auch Sandro Botticelli aufgriff, ist die Verkündigung an Maria. Botticelli gestaltete diese biblische Szene so theatralisch ausdruckvoll, dass Robert North sich von dem Gemälde inspiriert fühlte und in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Howard Blake The Annunciation als Ballett frei ausdeutete.Last but not least dürfen wir gespannt sein, wie Robert North zu Menottis Ballettmusik Sebastian eine eigene Choreografie kreiert, angeregt durch die eigenwillige, den Surrealismus vorwegnehmende Kunst von Giorgio de Chirico. Die assoziative, symbolhafte Bildsprache dieses Meisters der Pittura metafisica bietet dem Tanz viel Interpretationsspielraum.

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Himmel über Paris 23.05.2019
Eine musikalische Odysee von Lothar Kittstein – Uraufführung –
Eine Nacht in Paris. Ein deutscher Ingenieur bereitet sich im Hotel auf das wichtigste Meeting seiner Karriere vor – und wird bestohlen. Die nächtliche Verfolgung der Diebin führt ihn in unwirtliche Gegenden, fernab vom leuchtenden Zentrum der Stadt. Um sich vom Trauma ihrer Scheidung zu erholen, kommt eine deutsche Lehrerin nach Paris, steigt auf der Suche nach ihrem Hotel in den falschen Bus und strandet mitten in der Nacht in einem der trostlosen Außenviertel.Zwei Fremde auf einer abenteuerlichen, tragikomischen Odyssee durch eine Nacht voller Gefahren – und voller Musik. Die live gesungenen klassischen Chansons von Édith Piaf und Jacques Brel begleiten auf ihrem Weg durch die Stadt der Liebe, der für beide auch ein Weg zu sich selbst wird.Himmel über Paris ist nach Kein schöner Land Lothar Kittsteins zweite Arbeit für das Theater Krefeld und Mönchengladbach.

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Orpheus in der Unterwelt 20.06.2019
Operette in zwei Akten – Musik von Jacques Offenbach – Libretto von Ludovic Halévy und Hector Crémieux
Orpheus und Eurydike sind einander überdrüssig und wollen sich trennen. Eurydike hat ein Verhältnis mit Pluto und Orpheus umschwärmt seine Schülerin Marquilla. Aber die Öffentliche Meinung verhindert die Trennung. Als Eurydike von der Schlange gebissen stirbt, entführt Pluto sie in die Unterwelt. Orpheus, sehr zufrieden mit dieser Fügung, wird jedoch von der Öffentlichen Meinung genötigt, seine Gattin von Göttervater Jupiter zurückzufordern. In seiner ersten abendfüllenden Operette – uraufgeführt 1858 in Paris – ist Jacques Offenbach nichts heilig: Die hehrerhabenen Götterfiguren der Antike werden von ihrem Sockel gestoßen und in ihren allzu menschlichen Schwächen gezeigt. Musikalisch parodiert der „Mozart der Champs-Élysées“, wie Offenbach in Paris genannt wurde, ohne jeden Respekt und mit viel Können das hohle Opernpathos seiner Zeit.

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Leonce und Lena 11.07.2019
Lustspiel von Georg Büchner
Prinz Leonce vom Königreich Popo fehlt jeder Lebenssinn. Er langweilt sich demonstrativ. Als ihm sein Vater, der verwirrte König Peter, mitteilt, dass er eine ihm unbekannte Prinzessin heiraten soll, flieht Leonce gemeinsam mit seinem Diener Valerio nach Italien. Auf ihrem Weg ins süße Nichtstun begegnen sie der sich nicht zu erkennen gebenden, traurig schönen Prinzess-in und ihrer Gouvernante. Lena ist ebenfalls auf der Flucht vor der Heirat mit einem ungeliebten Mann. Nicht ahnend, dass sie den versprochenen Partner vor sich haben, verlieben sich die beiden ineinander, und feiern am Hofe Popo eine groteske Hochzeit.Büchners einziges Lustspiel, das er mit 22 Jahren schrieb, ist eine beißende Kritik an der Welt der Elterngeneration und der Hohlheit ihrer Ideale. Mit wortspielreicher Ironie, philosophischer Poesie und virtuos artikulierter Absurdität schrieb er ein federleichtes Stück voll tiefer Verzweiflung.

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