Salome19.10.2019
Tartuffe07.12.2019
Elling25.04.2020
Ballettgala20.06.2020

 
 
 
Beschreibungen

Salome 19.10.2019
Musikdrama in einem Aufzug von Richard Strauss
Auf der Grundlage von Oscar Wildes aufsehenerregender Tragödie komponierte Richard Strauss 1905 ein Musikdrama voll entfesselter Leidenschaft, dessen weltweiten Sensationserfolg auch die Aufführungsverbote prüder Zensoren nicht verhindern konnten.

Den skandalträchtigen Stoff, der ursprünglich auf einer Geschichte aus dem Neuen Testament basiert, hat Strauss zu einem musikalischen Porträt des Unbewussten geformt, das den Widerstreit zwischen Sinnlichkeit und Askese des Fin de Siècle thematisiert.

Prinzessin Salome lebt am dekadenten Hof ihrer Mutter Herodias und ihres Stiefvaters Herodes. Sie projiziert ihr sinnliches Verlangen auf den Propheten Jochanaan, der von Herodes gefangen gehalten wird. Als es ihr nicht gelingt, das Herz des Propheten zu erobern, beschließt sie, seine Verweigerung zu bestrafen. Wenn sie schon nicht seine Liebe erringen kann, so will sie „zumindest” sein Haupt…

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Living in America 23.11.2019
Ballettabend von Robert North Musik von Aaron Copland, George Gershwin, John Lee Hooker, Yello, The Drifters, Peter Gabriel, Jean Michel Jarre, Christopher Benstead und James Brown
Ein Thema, das den gebürtigen Amerikaner Robert North besonders bewegt, ist die Geschichte Amerikas und das Leben der Menschen in diesem Land.

Amerika – das ist eine über Generationen und Jahrhunderte zum Mythos geronnene Erfolgsgeschichte, die alle Widersprüche in der Realität überstrahlt. Wir verbinden mit dem american way of life Freiheit, Abenteuer, Aufstiegschancen. Einst wollte die Neue Welt allen Menschen offen stehen, unabhängig von ihrer Herkunft. Millionen Einwanderer aus Europa suchten ihr Glück in Amerika, brachten ihre Traditionen mit, bauten gemeinsam das Land auf. Die Großstädte wurden zum Schmelztiegel der Kulturen, so dass sich auch eine eigenständige amerikanische Musik entwickelte.

Robert North nähert sich dem Mythos Amerika mit assoziativen Tanzszenen, die sein persönliches Bild von Amerika vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart ideenreich und mit humorvollem Augenzwinkern vermitteln. Und natürlich darf in einem Ballettabend mit dem Titel Living in America auch der gleichnamige Song von James Brown nicht fehlen.

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Tartuffe 07.12.2019
Schauspiel von Jean-Baptiste Poquelin alias Molière
Gerade uraufgeführt, ist Molières Komödie Tartuffe 1664 schon verboten worden, wegen Gotteslästerlichkeit. Zu genau wohl hatte die Satire über fromme Heuchler ins Schwarze getroffen.

Es hat aber auch etwas Blasphemisches, wie Tartuffe, dieser falsche Heilige, vom Hausherrn Orgon in dessen Familie eingeführt wird – wie der Messias höchstpersönlich nämlich. Für alle andern liegt offen zu Tage, dass Tartuffe Wasser predigt und Wein trinkt – aber Orgon lässt sich in seiner inbrünstigen Verehrung nicht stören. Selbst die Hand seiner Tochter verspricht er Tartuffe, und schließlich vermacht er dem verführerischen Visionär sein komplettes Vermögen.

Was für eine Leere -im Leben von Orgon, im Leben der ganzen Familie vielleicht füllt dieser Tartuffe? Warum wirkt er so überaus anziehend? Worin liegt seine Verführungskraft? Und wie bloß, um Himmels willen, ist er zu stoppen?!

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Der Raub der Sabinerinnen 11.01.2020
Komödie in vier Akten von Franz und Paul von Schönthan
Gymnasialprofessor Gollwitz liebt das Theater. Aber nur heimlich. Auch seine vor Jahren eigenhändig verfasste Römer-Tragödie „Der Raub der Sabinerinnen“ holt der Professor nur aus der Schublade, wenn die Luft rein, das heißt, die Gattin Friederike außer Haus ist.
Als Theaterdirektor Emanuel Striese, der mit seiner Wanderbühne in der Kleinstadt gastiert, zufällig Wind von dem Stück bekommt, wittert er mit dessen Uraufführung einen ausverkauften Saal, und unterstützt vom theaterbegeisterten Dienstmädchen Rosa und von Schwiegersohn Leopold willigt Professor Gollwitz in das Abenteuer ein. Jetzt oder nie, denn Frau Friederike ist mit der jüngsten Tochter Paula auf Bäderreise an der Ostsee. Plötzlich aber kehren die beiden verfrüht zurück, und beim Versuch, die wahreIdentität von Theaterdirektor Striese zu verschleiern, zieht sich mit jeder Notlüge die Schlinge weiter zu. Am Abend der Premiere kommt es zum Knall!
Ein Komödienklassiker rund um die Theaterleidenschaft – mit einem echten Theaterdirektor als Theaterdirektor!

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Die Zauberflöte 15.02.2020
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Der junge Prinz Tamino verliebt sich in das Bild von Pamina, der Tochter der Königin der Nacht. Paminas Mutter beauftragt den Prinzen, ihre Tochter aus den Fängen ihres Gegenspielers Sarastro zu befreien. Mit seinem Freund Papageno macht sich Tamino auf die Suche nach seiner Geliebten und besteht mithilfe eines Glockenspiels und einer Zauberflöte gefährliche Abenteuer in den unendlichen Weiten des Weltraums.

Die Zauberflöte ist nicht nur Mozarts populärstes Musiktheaterwerk, sondern wohl auch sein rätselhaftestes. Emanuel Schikaneder zog in seinem Text alle Register der damaligen theatralen und bühnentechnischen Möglichkeiten, indem er Fantastisches mit Philosophischem verband. In den allesamt zu Hits avancierten Arien der Oper zeigt sich die bestechende Natürlichkeit von Mozarts musikalischen Ausdrucksmitteln.

Kobie van Rensburgs Konzept kombiniert in seiner siebten Arbeit für das Gemeinschaftstheater die Zauberflöten-Besetzung mit bekannten Figuren aus dem Fantasy-Kino. Ob Darth Vader, knuddelige Ewoks, Mr. Spock, Captain Future oder E.T.: Science-Fiction-Fans werden voll auf ihre Rechnung kommen und Spaß bei der Fülle an Anspielungen haben. Aber auch für Fantasy-Laien wird diese besondere Zauberflöte verständlich und ein Genuss bleiben. Die bereits bei Rossinis Der Barbier von Sevilla verwendete Videotechnik (inklusive Bluescreen-Technik) kommt auch bei Mozarts Meisterwerk über die dunklen und hellen Mächte im Siebenfachen Sonnenkreis wieder zum Einsatz und verwandelt die Opernbühne in einen intergalaktischen Ort der Zauberei und verblüffender Special-Effects.

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Szenen einer Ehe 14.03.2020
Schauspiel von Ingmar Bergmann
Das berühmte Ehedrama des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman war im Kino ein weltweiter Erfolg, er selbst brachte den Stoff schon Anfang der achtziger Jahre am Münchner Residenztheater auf die Bühne.

„Manchmal hat man das Gefühl, Mann und Frau telefonieren mit kaputten Telefonen“, heißt es im Stück einmal. Ob sich im Zeitalter der Handys viel geändert hat?

Die lebensnah und außergewöhnlich intensiv erzählte Geschichte der Liebe von Johan und Marianne – mit all ihren dramatischen Aufs und Abs – zeigt uns Szenen einer Ehe von schonungsloser Offenheit. Oder zumindest tun die Beteiligten sehr überzeugend so, als wären sie schonungslos offen. Ein Ehespiel voller Überraschungen.

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Die Dreigroschenoper 28.03.2020
Von Bertolt Brecht – nach John Gays „The Beggar’s Opera“ – Musik von Kurt Weill
„Und der Haifisch, der hat Zähne…“

Macheath, genannt Mackie Messer, skrupelloser Chef eines Londoner Gangsterunternehmens, und Jonathan Peachum, Besitzer der Firma Bettlers Freund, für den Not und Armut der anderen ein florierendes Geschäft ist, stehen sich in Brechts Dreigroschenoper als Konkurrenten gegenüber. Als Peachum erfährt, dass seine Tochter Polly heimlich den Gangsterboss geheiratet hat, tobt er und will ihn an den Galgen bringen. Trotz Pollys Warnung verlässt der frischgebackene Ehemann die Stadt jedoch nicht, sondern besucht wieder einmal die Huren von Turnbridge, die ihn prompt ans Messer liefern. Seine Hinrichtung scheint unabwendbar.Auch die von Kurt Weill komponierte Musik, in die er Stilelemente von Blues, Jazz, Tango und Jahrmarktsmusik aufnahm, trug zum phänomenalen Erfolg dieser legendären Kapitalismuskritik bei. Gleichzeitig Provokation und Spektakel mit eingängigen Songs wie Die Moritat von Mackie Messer, Die Seeräuber-Jenny oder dem Kanonen-Song, wurde Die Dreigroschenoper von 1928 zum erfolgreichsten deutschen Bühnenwerk des 20. Jahrhunderts.

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Elling 25.04.2020
Schauspiel von Axel Hellstenius unter Mitwirkung von Petter Næss – nach dem Roman „Blutsbrüder“ von Ingvar Ambjørnsen – Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
Nach zwei Jahren Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik teilen sich Elling und Kjell Bjarne eine vom Sozialamt betreute Wohnung. Doch für die beiden sind die alltäglichen Dinge wie Telefonieren, Haushalt und Einkaufen große Herausforderungen, vor denen sie sich lieber in ihre Tagträume ?üchten. Als sie die betrunkene, hochschwangere Nachbarin im Haus?ur au?esen, ändert sich alles. Kjell Bjarne meint, die Frau seines Lebens gefunden zu haben, und Elling entwickelt seinen besonderen Sinn für Poesie und schmuggelt selbstverfasste Gedichte in die Sauerkrautverpackungen im Supermarkt. Beide beeinträchtigten Männer ?nden zu ihrer eigenen Kraft und lassen sich Schritt für Schritt auf das Abenteuer Leben ein.

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Sunset Boulevard 06.06.2020
Musik von Andrew Lloyd Webber – Buch und Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton – basierend auf dem Film von Billy Wilder – Deutsch von Michael Kunze
Stummfilmstar Norma Desmond will nicht glauben, dass mit dem Aufkommen des Tonfilms ihre große Zeit vorbei ist. In ihrer luxuriösen Villa am Sunset Boulevard, unweit der Hollywood-Traumfabriken, lebt sie in ihrer eigenen Phantasiewelt und wartet auf eine günstige Gelegenheit für ein Comeback. Als es den jungen Drehbuchautor Joe Gillis auf ihr Anwesen verschlägt, gerät er in den Sog ihrer faszinierenden Persönlichkeit und treibt ahnungslos seinem Untergang entgegen.

Mit Sunset Boulevard gelang Billy Wilder 1950 ein berührendes Filmepos über den Untergang eines Filmstars und einer ganzen Epoche, und rechnete darin mit dem gnadenlosen System der Hollywood-Filmindustrie ab. Der britische Starkomponist Andrew Lloyd Webber (geb. 1948) machte aus dem Stoff ein Musical, das mehr als 25 Jahre später ebenfalls zum Klassiker avanciert ist.

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Ballettgala 20.06.2020
Ballett mit Highlights aus dem Repertoire von Robert North
Das ballettbegeisterte Publikum hat zum Ausklang der Spielzeit 2019/20 Gelegenheit, sich noch einmal an den Highlights aus dem Repertoire der Compagnie und vielleicht der einen oder anderen Überraschung zu erfreuen.

Ballettdirektor Robert North gibt den Tänzerinnen und Tänzern die Möglichkeit, sich im Rahmen einer opulenten Ballettgala mit allen Facetten ihres Könnens zu präsentieren.

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