Beschreibungen

Orpheus in der Unterwelt 06.12.2019
Operette von Jacques Offenbach
Orpheus und Eurydike sind einander überdrüssig und wollen sich trennen. Eurydike hat ein Verhältnis mit Pluto und Orpheus umschwärmt seine Schülerin Marquilla. Aber die Öffentliche Meinung verhindert die Trennung. Als Eurydike von der Schlange gebissen stirbt, entführt Pluto sie in die Unterwelt. Orpheus, sehr zufrieden mit dieser Fügung, wird jedoch von der Öffentlichen Meinung genötigt, seine Gattin von Göttervater Jupiter zurückzufordern.

In seiner ersten abendfüllenden Operette – uraufgeführt 1858 in Paris – ist Jacques Offenbach nichts heilig: Die hehrerhabenen Götterfiguren der Antike werden von ihrem Sockel gestoßen und in ihren allzu menschlichen Schwächen gezeigt. Musikalisch parodiert der „Mozart der Champs-Élysées“, wie Offenbach in Paris genannt wurde, ohne jeden Respekt und mit viel Können das hohle Opernpathos seiner Zeit.

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Die Zauberflöte 24.01.2020
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Der junge Prinz Tamino verliebt sich in das Bild von Pamina, der Tochter der Königin der Nacht. Paminas Mutter beauftragt den Prinzen, ihre Tochter aus den Fängen ihres Gegenspielers Sarastro zu befreien. Mit seinem Freund Papageno macht sich Tamino auf die Suche nach seiner Geliebten und besteht mithilfe eines Glockenspiels und einer Zauberflöte gefährliche Abenteuer in den unendlichen Weiten des Weltraums.

Die Zauberflöte ist nicht nur Mozarts populärstes Musiktheaterwerk, sondern wohl auch sein rätselhaftestes. Emanuel Schikaneder zog in seinem Text alle Register der damaligen theatralen und bühnentechnischen Möglichkeiten, indem er Fantastisches mit Philosophischem verband. In den allesamt zu Hits avancierten Arien der Oper zeigt sich die bestechende Natürlichkeit von Mozarts musikalischen Ausdrucksmitteln.

Kobie van Rensburgs Konzept kombiniert in seiner siebten Arbeit für das Gemeinschaftstheater die Zauberflöten-Besetzung mit bekannten Figuren aus dem Fantasy-Kino. Ob Darth Vader, knuddelige Ewoks, Mr. Spock, Captain Future oder E.T.: Science-Fiction-Fans werden voll auf ihre Rechnung kommen und Spaß bei der Fülle an Anspielungen haben. Aber auch für Fantasy-Laien wird diese besondere Zauberflöte verständlich und ein Genuss bleiben. Die bereits bei Rossinis Der Barbier von Sevilla verwendete Videotechnik (inklusive Bluescreen-Technik) kommt auch bei Mozarts Meisterwerk über die dunklen und hellen Mächte im Siebenfachen Sonnenkreis wieder zum Einsatz und verwandelt die Opernbühne in einen intergalaktischen Ort der Zauberei und verblüffender Special-Effects.

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Die Dreigroschenoper 21.02.2020
Von Bertolt Brecht – nach John Gays „The Beggar’s Opera“ – Musik von Kurt Weill
„Und der Haifisch, der hat Zähne…“

Macheath, genannt Mackie Messer, skrupelloser Chef eines Londoner Gangsterunternehmens, und Jonathan Peachum, Besitzer der Firma Bettlers Freund, für den Not und Armut der anderen ein florierendes Geschäft ist, stehen sich in Brechts Dreigroschenoper als Konkurrenten gegenüber. Als Peachum erfährt, dass seine Tochter Polly heimlich den Gangsterboss geheiratet hat, tobt er und will ihn an den Galgen bringen. Trotz Pollys Warnung verlässt der frischgebackene Ehemann die Stadt jedoch nicht, sondern besucht wieder einmal die Huren von Turnbridge, die ihn prompt ans Messer liefern. Seine Hinrichtung scheint unabwendbar.Auch die von Kurt Weill komponierte Musik, in die er Stilelemente von Blues, Jazz, Tango und Jahrmarktsmusik aufnahm, trug zum phänomenalen Erfolg dieser legendären Kapitalismuskritik bei. Gleichzeitig Provokation und Spektakel mit eingängigen Songs wie Die Moritat von Mackie Messer, Die Seeräuber-Jenny oder dem Kanonen-Song, wurde Die Dreigroschenoper von 1928 zum erfolgreichsten deutschen Bühnenwerk des 20. Jahrhunderts.

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Ein palästinensisches Stück (Studio) 15.05.2020
Schauspiel von Bashar Murkus
Keine Beschreibung vorhanden.

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Sunset Boulevard 27.06.2020
Musik von Andrew Lloyd Webber – Buch und Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton – basierend auf dem Film von Billy Wilder – Deutsch von Michael Kunze
Stummfilmstar Norma Desmond will nicht glauben, dass mit dem Aufkommen des Tonfilms ihre große Zeit vorbei ist. In ihrer luxuriösen Villa am Sunset Boulevard, unweit der Hollywood-Traumfabriken, lebt sie in ihrer eigenen Phantasiewelt und wartet auf eine günstige Gelegenheit für ein Comeback. Als es den jungen Drehbuchautor Joe Gillis auf ihr Anwesen verschlägt, gerät er in den Sog ihrer faszinierenden Persönlichkeit und treibt ahnungslos seinem Untergang entgegen.

Mit Sunset Boulevard gelang Billy Wilder 1950 ein berührendes Filmepos über den Untergang eines Filmstars und einer ganzen Epoche, und rechnete darin mit dem gnadenlosen System der Hollywood-Filmindustrie ab. Der britische Starkomponist Andrew Lloyd Webber (geb. 1948) machte aus dem Stoff ein Musical, das mehr als 25 Jahre später ebenfalls zum Klassiker avanciert ist.

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